Samstag, Dezember 31, 2016

Jahresrückblick 2016

2016 war gefühlt eins der schlechteren Jahre. Ich hoffe, dieser kleine Rückblick hilft auch mir dabei zu sehen, was alles eigentlich auch gut war.


1. Zugenommen oder abgenommen?
abgenommen

2. Haare länger oder kürzer?
Mal wieder etwas kürzer....aber wirklich nur ein bisschen

3. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
medizinisch gesehen gleichbleibend, menschlich gesehen gaaaanz kurzsichtig

4. Mehr Kohle oder weniger?
etwas weniger

5. Mehr ausgegeben oder weniger?
weniger (wäre ja sonst in Kombination mit Punkt 4 blöd)

6. Mehr bewegt oder weniger?
 zu wenig

7. Der hirnrissigste Plan?
Frühstück im Bett mit zwei Katzen:
Rechts saß Pooka und wollte unbedingt dem Teebecher durch Schnurren und Kopfstüber ihre Liebe beweisen. Links saß Tabs und leckte hingebungsvoll meinen Croissant ab. Dann wollten sich beide prügeln und ließen sich nur durch intensives Rückenkraulen davon abhalten. Als sie davon dann genug hatten, war mein Tee kalt und mein Croissant....nicht mehr so ansehnlich.
 
8. Die gefährlichste Unternehmung?
Achterbahn fahren

9. Die beste Party?
Ganz klar mein 40ster Geburtstag. Morgens ging es, vom meinem Herallerholdigsten als Überraschung organisiert, mit 8 Leuten, einem Bollerwagen und einem fliegenden rosa Einhorn in den Heidepark,



Abends ging es dann zu Hause weiter.

10. Die teuerste Anschaffung?
neue Motorradsicherheitskleidung (Helm, Jacke, Handschuhe)
 

11. Das gelungendste Nähprojekt? (neue Katergorie und vielleicht interessanter, als die beste CD)
Ein Ballkleid, bestehend aus einem schwarz-weiß gestreiften Korsett und einem dazu passenden schwarzen Fishtailrock, bei dem ich seitlich jeweils Geren auf dem Streifenstoff eingesetzt habe. Leider gibt es nur Bilder vom Korsett.


Um ehrlich zu sein, ist das auch das einzige größere Nähprojekt, das ich dieses Jahr wirklich komplett fertig bekommen habe. Zum Glück, dennn sonst könnte ich hier nur mit dem Bild eines Wäschklammerbeutels punkten.

12. Das leckerste Essen?
ich hoffe, es wird das Menue heute Abend

13. Die besten Bücher?
das letzte Buch von Terry Pratchett, die Flavia de Luce Reihe von Alan Bradley, Das Labyrinth der träumenden Bücher von Walter Moers

14. Die besten Filme 2016?
Dieses Jahr liefen sehr viele Filme, die ich gerne sehen wollte. Leider passte es aber immer irgendwie nicht rein. Und die, die ich gesehen habe, waren nett, aber nicht gut genug um hier zu landen.

15. Der schönste Urlaub?
trotz des etwas fiesen Wetters: Prag




16. Die meiste Zeit verbracht mit …?
Arbeiten, abwarten, wütend sein, dem Versuch alles irgendwie zu schaffen

17. Die schönste Zeit verbracht mit …?
J, den Katzen, meinen Freunden (same procedure as every year)

18. Viel zu wenig Zeitverbracht mit ...?
Nähen, Schreiben, Lächeln, meinen Freunden, Bloggen

19. Vorherrschendes Gefühl 2016?
es muss dringend anders werden

20. 2016 zum ersten Mal getan?
im Laden erfolgreich gefeilscht, alle meine Stoffe ausgemessen und erfasst, das kleine rote Auto rückwärts in unsere Garage fahren



21. 2016 nach langer Zeit wieder getan?
Motorradfahrstunden nehmen, Motorrad fahren, Baumkuchen backen (und mich direkt erinnert, warum ich das so lange nicht gemach habe)

22. Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?
Schmerzen, Ärger, Anfeindungen

23. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
dass er belogen wird

24. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
das mögen die Beschenkten entscheiden

25. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Zeit, für mich dasein....und natürlich das fliegende rosa Einhorn  ;-)

26. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
wir schaffen das

27. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
ich bin dabei

28. 2016 war kurz gesagt…?
...ein Jahr in dem ich darauf gewartet habe, dass alles besser wird, in dem aber nicht alles besser wurde.

Samstag, Dezember 10, 2016

Gluckgluck ist nicht normal

Hin und wieder trifft man ja langfristige Entscheidungen, deren Folgen man eigentlich gar nicht so richtig abschätzen kann. So erging es auch uns in diesem Herbst. Denn da flatterte plötzlich die Ankündigung ins Haus, dass der beschlossene Umbau an der Heizungsanlage anstünde. Und was im Sommer, als der Beschluss gefällt wurde, noch wie eine gute Idee klang (wir stellen 2 Tage die Heizung ab, tauschen alle Ventile und die alte Pumpe aus und dann läuft alles wieder gut und wir sparen sogar ein wenig) war dann bei spontan vorausgesagtem Frost und Schnee plötzlich gar nicht mehr so verlockend. Aber, gesagt - getan, bissen wir nun alle die klappernden Zähne zusammen und hielten zwei Tage in unseren kalten Wohnungen aus.  Es sollte ja alles besser werden.....

Und das wurde es zunächst auch. Die Heizungsanlage sprang wieder an, die Wohnungen wurden warm und an sich sollte das Thema damit vom Tisch sein. Doch leider stellten wir, als die erste Euphorie verflogen war, fest, dass die Heizkörper irgendwie doch nicht mehr warm wie früher wurden und neben dem, was sie eigentlich tun sollen - heizen - nun auch Dinge taten, die sie definitiv nicht tun sollten: nämlich pfeifen, zischen, gluckern und plätschern. Ständig. Ohne Pause. Laut. Trotz mehrfachem Entlüften.

Also schnappte ich mir das Telefon und rief den Heizungsbauer (HB) an.

HB: Guten Tage, Büro Firma K****, wie kann ich ihnen helfen?

Ich: Ja, guten Tag. Ihre Leute haben letzte Woche bei uns die Ventile getauscht und nun werden unsere Heizkörper nicht mehr richtig warm und gluckern und zischen.

HB: Hmmmm, ja, da muss Sie ein Techniker zurückrufen, weil: gluckern sollten die Heizkörper nicht.

Ich: Ja, die sollte nicht gluckern, die sollten vor allem aber auch warm werden.

HB: Die Heizköper können im Moment ja gar nicht richtig warm werden, denn draussen ist es ja warm.

Ich: *skeptisch* Draussen haben wir 10 ° C, was in meiner kleinen Welt nicht unter "warm" fällt. Ich hätte schon gerne mehr als 18 ° in der Wohnung....

HB: Doch doch, das ist schon warm, das schaltet die Anlage runter. Das ist normal....das Gluckern aber nicht.

Ich: Aha....

HB: Ich gebe dem Techniker dann Bescheid, dass er Sie anruft. Denn gluckern sollte die Heizung wirklich nicht


Ich *hilfsbereit* und warm werden sollte sie auch.....



3 Stunden vergehen, kein Anruf.
Also versuche ich es erneut und habe dieses mal jemand anderen am Telefon.

Ich: Guten Tag, ich habe vorhin schon mal angerufen und um den Rückruf eines Technikers gebeten. Denn Ihre Leute haben letzte Woche bei uns die Ventile getauscht und nun werden unsere Heizkörper nicht mehr richtig warm und gluckern und zischen.

HB2: Ja also gluckern sollten die Heizkörper nicht!

Ich: Gnnnnn....ja, die Heizkörper sollten nicht gluckern, die sollten vor allem aber auch richtig heizen.

HB2: Ja, da muss der Techniker Sie anrufen. Ich notier nochmal Ihre Nummer.

Ich: Danke!

HB2: Ja, weil: Gluckern sollte die Heizung wirklich nicht.

Ich: Aaaaaaarrrrrrrgh!

um es kurz zu machen: es hat sich nie ein Techniker bei mir gemeldet.
Also habe ich das ganze an unsere nette Hausverwalterin gemeldet, die versprach sich um die Sache zu kümmern.

Bei unserem letzten Gespräch konnte Sie mir immerhin vermelden, dass Sie mit der Firma telefoniert hätte und demnächst von einem Techniker zurückgerufen werden soll. Man hätte ihr aber zumindest schon mal gesagt, dass das Gluckern in der Heizung definitiv nicht normal sei...

Samstag, Juni 25, 2016

Immer Haltung bewahren

Seit ein paar Wochen nehme ich wieder Fahrstunden und nein, keine Sorge, der Lappen ist nicht weg. Der Grund für meine Auffrischungsstunden ist wesentlich netter. Ich will wieder mit dem Motorradfahren anfangen und meine aufgrund von fast 10 Jahren Motorradfahr-Abstinenz doch arg eingerosteten Fahrkünste erst mal wieder auffrischen, ehe ich mich auf die Straße wage. Insofern übe ich in meiner freien Zeit nun wieder anfahren, bremsen, ausweichen, Kreise- und Kurvenfahren.

Eine weitere, besonders wichtige Lektion kam dann gestern Abend noch dazu:

In klatschnasser Motorradkluft, inklusive nassem Hosenboden, in voll besetzter Ubahn auf dem Heimweg die Contenance wahren.

Ich will mich nicht selbst loben, aber: Queen Mum hätte es nicht besser geschafft!

Sonntag, Februar 21, 2016

Von Katzen und Kobolden

Ich gestehe hier mal frei heraus: ich bin kein großer Hausarbeitsfan! Was ich hingegen sehr mag, ist technischer Schnickeldi oder besser noch: nützlicher technischer Schnickeldi. Und so hat es mir - wen wunderts - der kleine Kobold-Staubsaugerrobotor von Freunden natürlich sofort angetan. Ein knuffiges kleines Ufo, das durch die Wohnung fährt und dabei auch noch saubermacht. Besser gehts doch eigentlich nicht, oder? Im Geiste sah ich mich schon auf dem Sofa sitzen, während ein kleiner technischer Helfer die Wohnung auf Vordermann bringt.
Ein letzter Punkt musste vor der Umsetzung jedoch geklärt werden: Was würden die Katzen von einem Staubsaugerroboter halten? Sicher mag jetzt der ein oder andere auf die berüchtigten Youtube-Videos verweisen, auf denen Katzen lustige Kreise auf den Dingern ziehen. Da Tabs und Pookah aber schon etwas älter und eher nervöser Natur sind und selbst der neue Ultrasilent-Staubsauer noch ein Teufelsgerät aus den Untiefen der Hölle ist und Panikanfälle verursacht (dabei ist der wirklich leise), war ich in Punkto Katzenkompatibilität eher skeptisch.

"Nehmt den Roboter doch einfach mal und schaut, wie es läuft", spricht der Freund und bringt uns den Kobold samt Basisladestation vorbei. Das Aufbauen geht dann auch ganz fix und schon am nächsten Morgen um 10.00 Uhr rollt der Kobold selbständig los und fängt putzend an, die Wohnung zu erkunden. 5 Minuten später hat er dann direkt eine neugierige kleine schwarzen Katze im Schlepptau, die das "Ding" aus 50 cm Entfernung erstmal argwöhnisch unter die Lupte nimmt. Ist es etwa ein neues Haustier? Nein! Ist es groß genug Katzen zu fressen? Nein! Kann es die Bodenebene verlassen und Katzen verfolgen? Nein! Nach dem abchecken dieser außerordentlich wichtigen Paramater wird der Neuankömmling dann schnell als katzenaufmerksamkeitsunwürdiger technischer Menschenkram abgestempelt und Tabs trollt sich wieder zu ihrem Schlafplatz.
Pookah hingegen sieht die Sache nicht so harmlos, denn wer kann schon wissen, was der Neuankömmling so kann und will und vorhat. Also wird der kleine Staubsauger die nächsten 20 Minuten von einer indignierten Tigerkatze verfolgt, die alle 2 Minuten zu mir gelaufen kommt um von den neuesten Untaten des "Dings" zu berichten. "Er ist jetzt im Arbeitszimmer. Im ARBEITSZIMMER!!! Willst du denn nichts tun?.....Jetzt rollt er in die Küche. Hast du gesehen, dass er in die Küche gerollt ist? Darf er in die Küche rollen? WO soll das denn alles hinführen?" Die helle Empörung ist ihr ins Gesicht geschrieben. Zum Glück brauch der kleine Kobold irgendwann eine Ladepause und die Gemüter beruhigen sich wieder.

Am nächsten Tag geht das ganze dann um 10.00 Uhr wieder von vorne los. Der Kobold rollt los, Pookah empört sich. Und da ich offensichtlich nicht bereit bin irgendetwas zu unternehmen, müssen jetzt die schweren Geschütze aufgefahren werden. Es wird Tabs aus dem Schlafzimmer geholt und damit beauftragt, dem Irrsinn ein Ende zu setzen. Und diese fackelt nicht lange. Nach einem kurzen Blickduell zwischen Katze und Kobold setzt sich Tabs aufreizend langsam dem Roboter in den Weg. Keine Reaktion, der Kobold rollt weiter. Tabs bleibt eisern sitzen und starrt ihn nieder. Keine Reaktion, der Kobold rollt weiter. Tabs sitzt wie ein Fels. Der Kobold rollt weiter. Und dann plötzlich: "BATZ!" scheuert die kleine schwarz Katze den kleinen Roboter eine. Dieser bleibt verdutzt stehen, dreht sich um 90 ° und fährt weg. Von der Wirkung ihrer Ohrfeige selbst ein wenig verblüfft, bleibt die kleine Katze noch kurz sitzen und geht dann siegestrunken wieder zu ihrem Schlafplatz. Das Problem ist erledigt, der Neuankömmling ist diszipliniert und wird sich von nun an an die Regeln halten.

Tja, ich schätze, jetzt müssen wir nur noch einen Staubsaugerroboter finden, der sich Tabs genausogut unterordnet, wie das Leihgerät und mein Wunschtraum kann wahr werden.

Mittwoch, Dezember 30, 2015

Jahresrückblick 2015

In weniger als 30 Stunden geht dieses Jahr nun endlich zu Ende und daher ist es Zeit für den obligatorischen Jahresrückblick. Der Abwechslung halber, dieses Jahr sogar ein wenig bebildert.

1. Zugenommen oder abgenommen?
Leider zugenommen.

2. Haare länger oder kürzer?
Gleichbleibend

3. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Auch hier hat sich nichts getan...zum Glück

4. Mehr Kohle oder weniger?
Da einiges in die neue Wohnung gewandert ist, weniger.

5. Mehr ausgegeben oder weniger?
Mehr....s.o.

6. Mehr bewegt oder weniger?
Weniger

7. Der hirnrissigste Plan?
Schmerzen ignorieren

8. Die gefährlichste Unternehmung?
Aufstehen, nein sagen, Stirn bieten

9. Die beste Party?
Studentischer Abschlussball im Sommer. Mangels Nähzeit, durfte dieses Kleid aus 2012 noch mal aus dem Schrank.

9b. Die beste Feier
Die beste Feier war natürlich unsere Hochzeit am 04.11.
 
10. Die teuerste Anschaffung?
Der Kamin, der bei nasskaltem Wetter ganz wunderbar durchwärmt und damit eine großartige Investition war.


11. Das leckerste Essen?
Unser Hochzeitsmenü.
 

12. Die besten Bücher?
Die Finishing School Series von Gail Carriger

13. Die besten Filme 2015?
Dieses Jahr war ich leider auch wenig im Kino, daher gibts hier keinen wirklichen Favoriten. (Star Wars sehe ich leider erst am Samstag. Ich hoffe aber, dass er es auf die Liste 2016 schafft).

14. Die beste CD?
Ist selbst zusammengestellt und ehrlich gesagt wenig aktuell.

15. Das schönste Konzert?
Das Blind Guardian Konzert, das wir noch am Abend unseres Umzugs besucht haben, war, obwohl wir wirklich fertig waren, sehr sehr großartig und wundervoll.

16. Die meiste Zeit verbracht mit …?
Arbeiten, sowohl in der Bibliothek als auch zu Hause (leider), blöde Rumhumpeln

17. Die schönste Zeit verbracht mit …?
J, den Katzen, meinen Freunden (same procedure as every year)

18. Viel zu wenig Zeitverbracht mit ...?
Nähen, Schreiben, meinen Freunden, Bloggen, dem Nähforum (und schon wieder das Gleiche wie im letzten Jahr)

19. Vorherrschendes Gefühl 2015?
Von himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt war wirklich alles dabei

20. 2015 zum ersten Mal getan?
Mir ein Kleid nähen lassen
geheiratet
(Foto: Daniela Bocher)
einen Bandschleifer benutzt

21. 2015 nach langer Zeit wieder getan?
Lego zusammengebaut:

Umzugskartons ein- und wieder ausgepackt
 Geschwommen

22. Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?
Das Krankenhausteam, das bei meinem Vater eine lebensbedrohende Krankheit übersehen und ihn ohne Behandlung nach Hause geschickt hat. Die fast 15minütige Diskussion mit dem Rettungswagenteam, dass "nicht mehr ansprechbar, aber vermutlich kein Schlaganfall" nicht das gleiche ist wie "gesund und kann zu Hause bleiben". Die 3 Spritzen direkt durch die Fußsohle *schauder*.

23. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Dass "nicht mehr ansprechbar, aber vermutlich kein Schlaganfall" nicht das gleiche ist wie "gesund und kann zu Hause bleiben"

24. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Das mögen die Beschenkten entscheiden.

25. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Ein Ring.  :-)


26. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Willst du mich heiraten?

27. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Ja!  :-)

28. 2015 war kurz gesagt…?
2015: Ein Jahr mit sehr hohen Höhen und sehr tiefen Tiefen.

Samstag, Dezember 26, 2015

Ich wünsche euch allen...

...ein frohes Weihnachtsfest gehabt zu haben und werde mich jetzt wieder zurückziehen, denn eine Tardis will gebaut werden.  :-)

Montag, November 23, 2015

DAS Kleid

Tja, wie ging es weiter mit den Hochzeitsvorbereitungen?
Nachdem ich den Amtsschimmel erfolgreich überwunden hatte, ging es nun an den netten Teil der Hochzeitsvorbereitungen. Ganz oben auf der To-Do-Liste stand natürlich: DAS perfekte Kleid finden. Da es ja nur eine kleine, standesamtliche Trauung werden sollte, sollte auch das Kleid dazu passen. Kein klassisches Hochzeitskleid, sondern mehr ein Kostüm, aber schick und nicht langweilig, auf keinen Fall business-mäßig, dafür passend zu novemberlichen Temperaturen und mit langem Rock und und und...
Da es sowas natürlich nicht zu kaufen gab, musste Plan B her. Und der lautete - wen überrascht's? - selbernähen. Ein guter Plan, ein toller Plan, ein großartiger Plan und auch das gewünschte Design war schnell gefunden. Frohgemut machte ich mich also ans Werk und erstellte einen Rockschnitt, der gut saß. Und einen Westenschnitt, der leider gar nicht so gut saß. Und einen Jackenschnitt, der, na ja, so richtig gar nicht saß ... nicht mal ein bisschen...nicht mal mit Augezudrücken. Schon war ich weniger frohgemut. Und dann kam auch noch mein inneres kleines realistisches Ich um die Ecke und wies mich freundlich aber bestimmt darauf hin, dass das alles grad nicht so gut läuft und ich übrigens auch die Zeit, die ich zum Nähen des Kleides benötigen würde, eigentlich erst NACH der Hochzeit hätte. Ein kurzer Blick in den Kalender bestätigte das leider auch und dann war erst mal alles aaaaaaaahhhhhh!
Zum Glück kam dann nach einem Nähkaffeetreff die Rettung in Gestalt von Lineken daher, die erst mal mich panische Braut in spe beruhigte, sich anhörte was ich überhaupt will und sich dann meine etwas traurigen Vorbereitungen anschaute. Und dann machte sie sich ans Werk, während ich mit "wichtigen Aufgaben" betraut wurde, deren Anspruch sich an meinem vorbräutlichen nervositätsbedingten geistigen Verfall orientierte. War es zu Anfang noch ein "geh doch schon mal die Stoffe kaufen", reichte es am Ende nur noch zu "alles ist gut, das wird schon. Such doch mal ein Tüddelband für die Schnürung". Und währenddessen suchte Lineken neue Schnittmuster, steckte alte Probeteile ab, baute neue Probeteile und nähte und trennte und nähte und was soll ich sagen - es wurde alles gut und Dank ihr hatte ich zur Hochzeit dann auch DAS Kleid.

Der Kauf der Weste für meinen Holden lief dann etwas einfacher. Hier reichte ein kurzer Gang zu Herrenausstatter Policke, wo der Verkäufer sich kurz anhörte, was wir benötigen und dann zielsicher ins Regal griff und die richtige Weste in der richtigen Größe herauszog.
Und so sahen wir dann am Ende aus:




Als Fotografin hat uns an unserem Hochzeitstag Daniela Bocher von Bocher Design begleitet, die trotz Erkältung bei 4 ° C mit uns durch den Schloßpark gewandert und Böschungen hoch- und runtergeklettert ist, um uns und einfach den ganzen Tag in den besten Bildern festzuhalten.